Lasertherapie –
einzigartiges Licht für die Therapie von Tieren

Die Abkürzung „LASER“ steht für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation (Lichtverstärkung durch stimulierte bzw. induzierte Aussendung von Strahlen). In der Lasertherapie bei Tieren verwendet man ausschließlich sogenannte LowLevelLaser, auch Biolaser oder Kaltlichtlaser genannt. Diese senden niederenergetische elektromagnetische Wellen aus und erzeugen dabei keine Wärme oder gar Verbrennungen. Die Wellen lösen im Körper die Anregung verschiedenster physiologischer Zell- und Stoffwechselreaktionen aus.

Eigenschaften von Laserstrahlen für die Tiertherapie

Laserlicht hat drei einzigartige Eigenschaften im Gegensatz zu „normalen“ sichtbaren Lichtstrahlen:

1.) Monochromasie: Laserlicht ist einfarbig, d.h. es wird nur Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge abgegeben. Bei Therapielasern handelt es sich um Wellenlängen im Rot- oder Infrarotbereich, denn diese Wellen sind für therapeutische Zwecke am besten geeignet.

2.) Kohärenz: Die Wellen verlaufen phasengleich bzw. alle Wellen schwingen im gleichen Takt. Damit können Wirkung und Eindringtiefe der Laserstrahlen verstärkt werden.

3.) Parallelität: Laserstrahlen verlaufen parallel zueinander, um die Energie in dem Strahl zu bündeln und möglichst wenig Streuverluste bei der Anwendung zu haben. Damit kann man mit dem Laser wesentlich gezielter und intensiver behandeln als es mit normalen Lichtstrahlen möglich wäre.

Es gibt verschiedene Lasersysteme auf dem Markt. In meiner Praxis verwende ich einen sogenannten Impuls-Dioden-Therapie-Laser der Firma Bio-Medical-Systems. Diese erzeugen eine pulsierende Strahlung, wodurch die Zellen immer wieder neue Lichtimpulse erhalten – dadurch kann der Laserstrahl auch tiefer ins Gewebe eindringen ohne eine thermische Erwärmung oder Verletzungen des Gewebes hervorzurufen.

Die Geräte der Firma Bio-Medical-Systems werden bereits seit den 70er Jahren ausschließlich in Deutschland entwickelt und produziert.

Wirkungen der Lasertherapie in der Tierheilpraxis

Diese Eigenschaften macht man sich in der Lasertherapie von Tieren zu nutze, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Laserstrahlen können u.a. folgende Wirkungen haben:

  • Durchblutungsförderung
  • Wundheilung
  • Antibakterielle Wirkung
  • Entzündungshemmung
  • Schmerzlinderung
  • Anregung des Zellstoffwechsels
  • Gefäßneubildung

Laserakupunktur beim Tier

Neben den genannten Wirkungen kann der Laser aber auch zur Akupunktur eingesetzt werden. Bei empfindlichen Tieren, die die Behandlung mit den Akupunkturnadeln nicht dulden, empfiehlt sich der Laser. Auch dafür gibt es bestimmte Frequenzen die sich für verschiedene Akupunkturpunkte oder -leitbahnen am besten eignen und am Laser individuell eingestellt werden können.

Narbenentstörungen beim Tier

Narben können Störfelder im Körper darstellen. Narbengewebe ist funktionsloses „Füllgewebe“, welches in der Regel schwach durchblutet und wenig dehnbar ist – der Stoffwechsel ist herabgesetzt. Liegen Narben z.B. auf Akupunkturleitbahnen, an ungünstigen Stellen oder sind sie schlecht verheilt oder groß, können sie einen erheblichen Einfluss auf umliegendes Gewebe, Organe oder sogar den ganzen Organismus haben. Kastrationsnarben oder sogar der Bauchnabel stellen in der Tiertherapie häufig Störfelder dar. Auch in diesem Bereich kann der Laser zur Anwendung kommen.

Indikationen der Lasertherapie bei Hund, Katze und Pferd

Mögliche Anwendungsgebiete der Lasertherapie bei Tieren sind beim Pferd:

  • Mauke, Hautentzündungen
  • Wunden, schlecht heilende Wunden, Dermatosen
  • verspannte oder verhärtete Muskulatur, Muskelfaserrisse, verklebtes Bindegewebe
  • Gelenkserkrankungen wie Arthritis, Arthrose, Spat, Schale, Kissing Spines, Hufrehe, Hufrollenentzündung
  • Neurologische Erkrankungen wie Ataxie, Lähmungserscheinungen, Neuralgien, Headshaking
  • Sehnen- und Banderkrankungen wie Fesselträgerschaden, Fesselringbandsyndrom, sonstige Sehnenschäden
  • Lymphstauungen, Durchblutungsprobleme
  • COPD, Kehlkopfpfeifen

Bei Hund und Katze kann die Lasertherapie bei folgenden Krankheitsbereichen unterstützen:

  • Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Osteochondrosis dissecans (OCD)
  • Bandscheibenvorfälle, Spondylose, Cauda-Equina-Syndrom
  • Wunden, schlecht heilende Wunden, Ekzeme, Dermatosen
  • Muskelverspannungen oder -verhärtungen
  • Kreuzbandriss, Patellaluxation

Ich berate Sie umfassend und individuell, wann und wie eine Lasertherapie bei Ihrem Tier sinnvoll sein kann. Haben Sie Fragen zur Lasertherapie? Dann sprechen Sie mich gerne an!

Lasergeräte leihen

In bestimmten Fällen empfiehlt es sich, die Lasertherapie in kurzen Abständen über einen begrenzten Zeitraum durchzuführen. Daher biete ich meinen Kunden die Möglichkeit, Lasergeräte zu leihen. Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an.